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  • Gepostet am 2. Februar 2021

Hilfe! Wie schützen sich Wohnungseigentümer vor Messie-Mietern?

Sie sammeln, was andere wegschmeißen: Zeitungen, Elektroschrott und alte Plastikbecher – ihr Alltag ist Chaos und Desorganisation. Menschen, deren Realität durch das Anhäufen von allen möglichen Dingen bestimmt wird und die in ihrer Wohnung kaum Platz zum Leben finden, werden als „Messies“ (abgeleitet von englisch mess „Chaos, Durcheinander“) bezeichnet.

Wer als Vermieter entdeckt, dass ein Messie in seiner Mietwohnung lebt, der hat ein Problem: Die vermüllten Räume führen zu Geruchsbelästigungen oder zu Schädlingsbefall. Nicht selten bleiben die Mietzahlungen aus.

Bis ein Messie-Mieter die Wohnung verlässt, und der Eigentümer diese wieder neu vermieten kann, vergeht meist viel Zeit. Zum einen kann er einen am Messiesyndrom erkrankten Mieter nur kündigen, wenn sich andere Mieter belästigt fühlen oder die Bausubstanz aufgrund vernachlässigter Obhutspflicht beschädigt ist. Zum anderen ignorieren Messie-Mieter Schreiben vom Vermieter, Fristen oder Abmahnungen. Als letztes Mittel bleibt dem Vermieter oftmals nur die Räumungsklage.

Drum prüfe, wer sich länger bindet!

Einem Mietinteressenten sieht man in den seltensten Fällen an, dass er unter einem Messie-Syndrom leidet. Die Auswahl der Mieter ist für viele Vermieter eine Herausforderung. Häufig fehlt es an Erfahrung und professionellen Werkzeugen, besonders dann, wenn routinierte Mietnomaden am Werk sind. Nicht selten scheuen sich Vermieter davor, dem Mietinteressenten vermeintlich indiskrete Fragen zu stellen.

Der Makler stellt die heiklen Fragen.

 Mit der Unterstützung eines kompetenten Partners lässt sich das Risiko der falschen Mieterwahl minimieren. Im Laufe der Jahre habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine angemessene Abklärung der Rahmendaten notwendig ist, um den passenden Mieter für eine Wohnung zu finden. Diese Dienstleistung gehört für mich standardmäßig zu einem Vermietungsauftrag dazu. Meine Mitarbeiter*innen und ich besitzen die professionelle Distanz, alle und besonders die heiklen Themen anzusprechen und im Sinne des Vermieters zu klären.

Und so geht´s:

Zuerst einmal verschaffen wir uns einen ersten persönlichen Eindruck über den Interessenten – wirkt er sympathisch und ehrlich?

Wir prüfen, ob die Interessenten ins Haus passen? Wer fügt sich gut in die bestehende Alters- und Sozialstruktur ein? Eine möglichst homogene Hausgemeinschaft wird sich langfristig bewähren und ist die Basis für ein dauerhaftes Mietverhältnis.

Mit zu den ersten Fragen gehört das Thema Einkünfte. Der zukünftige Mieter sollte ein regelmäßiges, nachweisbares Einkommen und einen unbefristeten Arbeitsvertrag nachweisen. Nur so wird er sich die Wohnung dauerhaft leisten können.

Wir prüfen einen potentiellen Mieter genauestens. Um späteren Streitigkeiten und Zahlungsausfällen vorzubeugen, fordern wir verschiedenste Unterlagen ein und klären die Eckdaten des Mietvertrages:

  • Mieterselbstauskunft
  • Kopie Personalausweis
  • Einkommensnachweis und Arbeitsvertrag
  • Bonitätsprüfung über Schufa oder Kreditinstitut
  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung
  • Kaution max. Summe von drei Monatsnettokaltmieten
  • Bei Studenten oder minderjährigen Mietern eine Bürgschaft der Eltern

Nach dem erfolgreichen „Check“ des Kandidaten steht dem Abschluss eines Mietvertrages nichts mehr im Wege.

Wie sich das Mietverhältnis entwickelt, kann auch der beste Makler nicht vorhersagen. Wir unternehmen jedoch alles, um den Vermieter vor bösen Überraschungen – zum Beispiel vor einem Messie-Mieter – zu schützen. Dass uns das in hohem Maße gelingt, zeigt die Treue unserer Kunden. Viele Wohnungseigentümer begleiten wir schon seit Jahren und bringen immer wieder Menschen, die zusammen passen, zueinander.

 

 

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